Was hilft gegen Pickel?

So ziemlich jeder Teenager ist wahrscheinlich mehr als einmal im Leben mit den unschönen Pusteln im Gesicht, auf Armen, Rücken oder sogar am Po geplakt: die Rede ist natürlich von Pickeln. Wer im Kindesalter noch mit einer reinen Haut gesegnet war, kann in der Pubertät ganz schnell gestraft werden und fiese Pickel am ganzen Körper entwickeln.

Grund dafür ist meistens die Hormonumstellung, aber auch Erwachsene bleiben nicht verschont. Wer glaubt, dass Pickel nur eine hässliche Phase sind, täuscht sich. Während viele Glück haben und sich die Haut im Laufe der Zeit wieder erholt, werden andere ein lebenlang von Akne geplagt. Die Frage, die sich alle stellen: Was kann ich gegen Pickel und Akne tun?

Im großen und Ganzen handelt es sich bei Mitessern, Pickeln und Pusteln um eine Hautkrankheit, bei der Poren von zu viel Talg in den Talgdrüsen verstopft werden und sich dann entzünden. In schweren Fällen führt das bishin zu verschiedensten Akneformen, die je nach Typ einfacher oder schwerer zu behandeln sind.

Ein geniales Rezept, was allen hilft, gibt es leider bisher noch nicht. Aber man kann zumindest einiges verändern, um den fiesen Eiterpickeln an den Kragen zu gehen und sie zumindest nicht noch zu fördern. Daher habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengestellt, was man gegen Pickel so tun kann.

  1. Viel Fisch und Omega-3: Einer Studie von Hautärzten zu Folge, konnten Forscher in den USA nachweisen, dass der regelmäßige Verzehr von Fisch Hautprobleme deutlich verbessern kann. Grund dafür sind die im Fisch enthaltenen Omega-3 Fettsäuren, die vor allem den Stoffwechsel der Haut anregen und diese dadurch Giftstoffe besser abtransportieren kann. Wer Fisch also mag, sollte ihn mindestens 3 Mal pro Woche auf der Speisekarte haben.
  2. Wenig Kohlenhydrate: Da Lebensmittel, die Einfluss auf die Hormone nehmen, mit Vorsicht zu genießen sind bestätigt auch der nächste Tipp. Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten wie Kuchen, Brot, Chips, Getreideprodukten und Backwaren enthalten oft auch sehr viel Zucker, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen und somit die Produktion von Insulin fördern. Das wiederrum hat zur Folge, dass die Fettproduktion der Haut angeregt wird und die Entstehung von Pickeln fördert. Daher lieber Finger weg vom süßen Zeug.
  3. Alkohol und Zigaretten in Maßen: Am besten für die geplagte Haut ist es, wenn man überhaupt keinen Alkohol oder Zigaretten konsumiert. Wer aber ganz und gar nicht auf die Laster verzichten kann, sollte sie zumindest in Maßen genießen. Alkohol wirkt nämlich stark entwässernd auf den Körper und entzieht ihm und der Haut die nährende Feuchtigkeit. Das kann dann unter anderem zu einem schlechten Hautbild führen. Aber auch die Zigaretten sind nicht ohne. Die vielen Giftstoffe in einem Glimmstängel verschlechtern die Durchblutung der Haut und lassen sie dadurch grau und fahl aussehen und das Nikotin regt zusätzlich die Talgproduktion an. Studien in Hamburg und München haben erwiesen, dass Raucher, die zwischen 10 und 20 Zigaretten am Tag rauchen doppelt so häufig an Akne leiden, als Nichtraucher. Ein Grund mehr, das Rauchen aufzuhören!
  4. Viel Wasser: Durch das Trinken von viel Wasser wird nicht nur das allgemeine Wohlbefinden verbessert, sondern auch die Elastizität und Durchblutung der Haut gefördert. Dadurch sieht die Haut frischer aus und auch verstopfte Talgdrüsen werden unter Umständen geschmeidiger. Am besten eignet sich hierfür stilles Wasser oder ungesüßter Tee.
  5. Hefe als Geheimwaffe: Wer schon jemals in seinem Leben rohe Hefe zu sich genommen hat, weiß wie eklig das ist. Aber wie sagt man so schön: Wer schön sein will muss leiden und im Zweifel eben auch den unappetitlichen Hefegeschmack ertragen. Hefe gilt nämlich als absolute Wunderwaffe im Kampf gegen die Pickel und reinigt die Haut von innen. Hefe wirkt antibakteriell und fördert das Wachstum gesunder Hautzellen, die den natürlichen Säureschutzmantel der Haut unterstützen. Dadurch werden Hautirritationen verhindert und entzündliche Prozesse werden gestoppt. Allerdings muss man die Hefe regelmäßig anwenden und es ist kein einmaliges Zaubermittel.
  6. Vitamin B5: Vitamin B5 findet man vor allem in Obst und Gemüse. Eine hohe Dosis von diesem Vitamin senkt nachweislich die Talgproduktion und regelt die Öl-Zusammensetzung der Haut. Öl ist wichtig für die Geschmeidigkeit der Haut. Zu viel davon ist jedoch der perfekte Nährboden für Bakterien und führt zu den unschönen Pickeln und Pusteln. Wem zu viel Obst nicht schmeckt, kann auch Vitamin B5 aus der Apotheke besorgen.
  7. Milchsäure: Milchsäure bildet bereits einen natürlichen Bestandteil der Haut und kann ich Form von Cremes, Salben oder naturbelassenen Joghurts zusätzlich aufgetragen werden. Milchsäure hemmt die Verhornung der Haut, regt die Durchblutung der Haut an und fördert ein besseres Abfließen des Talgs. Das enthaltene Lactat kann somit das Hautbild verbessern und unschöne Mitesser vermeiden.
  8. Arnikasalbe: Seit ich denken kann, schwören meine Großeltern auf die Wirkung der Arnikasalbe, die häufig in Sportcremes zu finden ist. Diese Pflanze wirkt nämlich hauptsächlich abschwellend und entzündungshemmend und ist damit genau das Richtige für einen entstehenden Pickel. Dieser klingt nach dem Auftragen meist ab und bildet auch keinen Eiter mehr. Ein Versuch ist es auf alle Fälle wert.
  9. Zink: Zink ist ein wichtiges Spurenelement und an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Unter anderem ist es auch für die verringerte Talgproduktion verantwortlich und damit ein wichtiges Element im Kampf gegen Pickel. Zum einen ist Zink in verschiedenen Lebensmitteln enthalten: Meeresfrüchte, Fleisch und Geflügel sollten auf der Speisekarte nicht fehlen. In der Apotheke gibt es aber auch Zinksalben, die direkt auf die Haut aufgetragen werden kann und dort den Talg entzieht. Auf jeden Fall lieber Zinksalbe verwenden als Zahnpasta!
  10. Heilerde: Heilerde wirkt ähnlich wie Zink und ist bei besonders fettiger Haut zu empfehlen. Heilerde sollte bis zu einer Stunde auf den betroffenen Stellen einwirken und zieht dort den Talg und das Fett aus der Haut heraus.
  11. Hormone (Pille): Alle Mädels, die sich eh schon Gedanken um die Verhütung machen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen, dem sei die Pille wärmstens empfohlen. Allerdings wird kein Arzt die Pille zur reinen Aknebehandlung verschreiben und es wäre somit nur ein angenehmer Nebeneffekt. Die Pille fördert nämlich die Bildung weiblicher Hormone. Diese blockieren die Bildung männlicher Hormone, die gleichzeitig für die Talgbildung zuständig sind. Wenn man erstmal die richtige Pille für sich gefunden hat, wirkt diese oft auch Wunder für die Haut.
  12. Wenig Stress: Schulstress, Liebeskummer oder Streit mit den Eltern kann sich ebenfalls negativ auf die Haut auswirken. Bei viel Stress werden nämlich Hormone ausgeschüttet, die die Talgproduktion anregen und somit zu den lästigen Pickeln führen. Das erklärt auch, warum man häufig dann Pickel bekommt, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann: vor dem ersten Date oder wichtigen Prüfungen in der Schule. Das innere Gleichgewicht ist wichtig und je ausgeglichener Du bist, desto weniger wird deine Haut leiden.
  13. Ausdauersport: Sport fördert die Durchbutung im ganzen Körper und wer sich schon einmal richtig verausgabt hat, kennt die rosige Farbe im Gesicht nachdem die Anstrengung vorbei ist. Außerdem werden Abwehrkräfte aufgebaut und es kommt seltener zu Entzündungen und Aknebildung. Daher sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Fahrradfahren perfekt zum Vorbeugen der Akne.
  14. Antibakterielle Schminke: Wer sein Gesicht regelmäßig mit einer dicken Schicht Schminke einkleistert, darf sich nicht wundern wenn Poren verstopfen und die Haut nicht mehr atmen kann. Daher wäre es ratsam, auf Schminke zu verzichten und stattdessen eine getönte Tagescreme zu verwenden. Wer aber doch ein bisschen Farbe braucht, sollte sich zumindest antibakterielle Schminke leisten und darauf achten, die Pinsel und Schwämmchen regelmäßig zu reinigen.
  15. Peeling: Um alte Hautschüppchen zu entfernen, sollte man regelmäßig ein Peeling anwenden. Genug Produkte findet man dazu in Drogerien oder bei der professionellen Kosmetikerin. Viele Masken enthalten Fruchtsäuren, die die obersten Hautschüppchen ablösen und damit die Hauterneurung fördern.

Probiert es einfach mal aus und ich bin mir sicher, dass der ein oder andere Tipp auf jeden Fall helfen wird, die lästigen Pickel in den Griff zu kriegen. Viel Glück!

Bildquelle: Andrej Pejic (CC BY 2.0)

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