Mein erstes Mal beim Gyn

Nachdem ich auf meiner ersten Jugendreise nach Lloret de Mar meine Jugendliebe kennengelernt habe, war mir klar, dass ich von meinem ersten Mal Sex nicht weit entfernt bin und ich mir über die Vorsorge und Verhütung Gedanken machen musste.

In den 10 Tagen in Lloret waren er und ich unzertrennlich und wir haben lange Abende und Nächste gemeinsam verbracht, uns innig geküsst und unsere Körper erforscht. Damals war ich 15 und so verliebt wie noch nie in einen Jungen. Deshalb war ich auch bereit für ihn weiterzugehen als mit den anderen davor und allein der Gedanke mit ihm zu schlafen, hat mich irgendwie angeturnt.

Seine Freunde haben uns auch sehr auffällig immer allein gelassen, ihm Kondome zugesteckt und jeden Tag aufs Neue gefragt, ob es schon “passiert” ist. Die Antwort war aber immer Nein, weil ich wollte, dass unser erstes Mal etwas ganz besonderes wird und ich dem Kondom auch noch nie richtig über den Weg getraut habe. Immer wieder hat man von anderen Mädels gehört, dass das Kondom geplatzt, gerissen oder kaputt gegangen ist und die Angst danach wollte ich mir einfach ersparen.

Also habe ich solange gewartet, bis wir wieder zu Hause waren und meine beste Freundin überzeugt mit zum Gyn zu kommen. Ich habe im Internet nach dem erstbesten Gynäkologen in meiner Nähe gesucht und sofort einen Termin vereinbart. Als der Tag dann gekommen war, ist mir das Herz vor Aufregung fast in die Hose gerutscht.

Händchenhaltend bin ich mit meiner Freundin ins Wartezimmer gekommen, habe meinen Namen gesagt und meine Krankenkarte bei der Schwester abgegeben. Einen Anmeldebogen musste ich auch ausfüllen mit Fragen über etwaige Allergien, Beschwerden und Krankheiten.

Nachdem ich diesen ausgefüllt wieder abgegeben habe, hieß es erst einmal warten. Das Wartezimmer war voll mit Frauen und aus meinen eigentlichen Termin wurden schlappe 45 Minuten später.

Dann war es endlich soweit und die Ärztin hat meinen Namen aufgerufen. Ich bin also ins Behandlungszimmer gekommen und sollte mich erstmal zu ihr an den Schreibtisch setzen. Dort hatten wir unser erstes Gespräch und Dank iherer lockeren und freundlichen Art, wurde meine Aufgeregtheit immer weniger. Sie hat mich gefragt, wann ich meine letzte Periode hatte, ob ich Beschwerden habe und den Grund für meinen ersten Besuch.

Dabei bin ich bestimmt ziemlich rot angelaufen, weil immerhin musste ich ihr ja gestehen, dass ich vor hatte, mit einem Jungen zu schlafen und ich gerne die Pille bekommen möchte. Aber auch das hat sie ganz locker aufgenommen und mir keine Vorträge gehalten, ob ich mich dazu bereit fühle und ob es der richtige ist. Sie hat mich nur ganz professionell darüber aufgeklärt, welche Arten von Verhütungsmitteln es gibt und welche Pille für mich wohl am ehesten passt.

Da es da Unterschiede in der Dosierung gibt, war eine gründliche Befragung im Voraus notwendig, damit der Frauenarzt für mich die richitge Entscheidung treffen konnte und die habe ich bis heute nicht bereut.

Nachdem ich die Standarduntersuchung der Brüste und auf dem Gynäkologenstuhl hinter mir hatte, habe ich direkt ein Pillenrezept für 6 Monate bekommen und war stolz wie Oskar, dass ich meinen ersten Gyn-Besuch so gut gemeistert habe.

Seitdem gehe ich alle 6 Monate zur Routineuntersuchung und um mir mein neues Pillenrezept abzuholen und die Angst und Panik von meinem ersten Besuch hatte ich nie wieder. Heute ist es für mich völlig normal mich untersuchen zu lassen und bin sogar richtig erleichtert, wenn die Ärztin mir danach bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

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